Smartphone Gigaset GS280 vs GS185 Testbericht – Deutscher Hersteller Gigaset aus Bocholt

Im Rahmen eines Vergleichs-Tests lenkten wir schon vor der Mobile World Congress MWC19 die Aufmerksamkeit auf den, im nordrhein-westfälischen Bocholt produzierenden deutschen Smartphone Hersteller Gigaset. Jetzt ergab sich die Gelegenheit, ein weiteres Modell des Herstellers zu testen. Dabei bot sich natürlich ein Vergleichstest zum bereits hier vorgestellten Gigaset GS185 an. Welche Unterschiede wir ermittelten und wie sich  das aktuelle Gigaset GS280 in diesem Test schlägt, ergründen die Leser beim Weiterblättern.

Ein herzlicher Dank geht aber schon einmal an dieser Stelle an Robert, der uns auch für diesen Test seine käuflich erworbenen Geräte zur Verfügung stellte.

Hinweise zum Bezug der Smartphones

Damit ihr nachfolgend bei der Bewertung der technischen Eigenschaften der Vergleichsmodelle auch nicht den Bezug zu deren Preis verliert, deshalb gleich am Anfang diese Hinweise. Die verglichenen Geräte lassen sich problemlos über den Hersteller  selbst oder über Amazon* (*das GS280 wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt) in Deutschland beziehen.

Die Gigaset-Garantie durch den Hersteller aus Bocholt (Hier der Text von Gigaset)

Beim Kauf des GS280 können Sie sich nicht nur auf ein Produkt made in Germany verlassen, sondern erhalten automatisch 24 Monate Herstellergarantie auf das Gerät und nicht-austauschbare Akkus. Zusätzlich sichern wir Sie kostenfrei gegen Bruch- und Feuchtigkeitsschäden ab*. Genießen Sie einfach alle Vorteile Ihres neuen Smartphones!

 

* bis 3 Monate nach dem Kauf

Gigaset GS185 / Gigaset GS280

 

    

Was bekommt man geliefert

Inhalt der Box
Gigaset GS185Gigaset GS280
1 x Handy Gigaset GS1851 x Handy Gigaset GS280
Akku 4000mAh, Li-Polymer, internAkku 5000mAh, Li-Polymer, intern
1 x USB Daten-/Ladekabel
Micro USB 2.0
1 x USB Daten-/Ladekabel
USB C 2.0
1 x Steckerladenetzteil 5V 1.5A1 x Steckerladenetzteil 5V 3A/ 9V 2A/ 12V 1.5A
mehrsprachige Bedienungsanleitungdito.
Headsetdito.
Auswerferdito.
Sowohl das Gigaset GS185 als auch das GS280 haben nahezu den gleichen, einfachen Lieferumfang in einem Pappkarton. Folglich liefert Gigaset ein Stecker Netzteil, ein USB 2.0 Ladekabel, einen SIM Auswerfer und ein einfaches Headset ins Haus. Auch sind beide Bedienungsanleitungen sehr ausführlich und weisen auch auf die in der EU erforderliche CE Zertifizierung hin. Sofort ins Auge springt auch das Qualcomm QC 3.0 kompatible Ladegerät des GS280.

Die “Reichweite” des Akkus?

Rüstete Gigaset das GS185 schon relativ großzügig mit einem internen 4.000 mAh Akku aus, so legte der Hersteller beim GS280 noch zu. Das Smartphone nutzt einen 5.000mAh Akku. Dank der in beiden Smartphones genutzten Snapdragon SoC zeigt sich in der Praxis im Vergleich zur Konkurrenz bei beiden ein außergewöhnlich gutes Durchhaltevermögen. Natürlich haben wir das mit unserem, bei allen Smartphone verwendeten Belastungstest gemessen.

Die Tests

Dabei wird mit konfiguriertem Fingerabdrucksensor, auf 200 lm gedimmtem Display und einem typischen Anwendungsprofil gemessen. Auffällig ist allerdings, dass das FHD 5.7 Zoll des GS280 im Vergleich zum HD Display des GS185 dann doch kräftig auf die Energiebilanz Einfluss nimmt. Das ist auch der Grund dafür, dass Gigaset beim GS280 den doch etwas größeren und schwereren 5.000mAh Akku einsetzt. Trotzdem erreicht der Hersteller dabei nicht die Reichweite des G185. Trotz alledem kommt man mit dem GS280 noch locker bei normalen Gebrauch drei Tage ohne zusätzliche Aufladung aus.  Und wenn dann ein erneutes Aufladen erforderlich wird, lädt das mitgelieferte Stecker Ladenetzteil des GS280 dank Schnellladetechnik das Smartphone innerhalb reichlich 2h wieder vollständig auf.

Die Geometrie

 Geometrie/ Gewicht 
Gigaset GS185Gigaset GS280
Abmessungen [mm]147.13 x 70.74 x 8.79152.6 x 73.7 x 9.2
Screen-to-body ratio75.5%74.8%
GehäusePolycarbonatMetall
Polycarbonat
Gewicht [g]150176 (inkl. 2x SIM &microSD)
Optisch auf den ersten Blick sehr ähnlich, gibt es doch einige wesentliche Unterschiede. Obwohl das GS280 das größere 5.7 Zoll Display und den größeren Akku nutzt, zeigen beide ähnliche Abmessungen. Dabei bringt das Gigaset GS280 durch den stärkeren Akku circa 25g mehr auf die Waage. So ist es aber nur 3mm breiter. Begründet durch das 18:9 Format des Displays ist es aber ca. 5mm länger. Auch unterscheidet sich das Screen-to-body Verhältnis beider Smartphones kaum.
Nutzt das GS185 noch ein Gehäuse aus Polycarbonat mit eingelassenen Antennen Streifen, so verwendet das GS280 ein Metall Gehäuse mit einem Polycarbonatrahmen, der sich oben und unten auch über einen Teil der Rückwand zieht. Folglich verwendet es keine Antennenstreifen, die von außen sichtbar sind.  Auf den Fotos zeigt sich das GS185 im blauen Look.

Der SoC – das Herz der Smartphones

 Gigaset GS185Gigaset GS280
SystemAndroid 8.1 OreoAndroid 8.1 Oreo
SoCSnapdragon 425 MSM8917Qualcomm Snapdragon 430 MSM8937
CPUARM® Cortex®-A53™ up to 1401MHz 4x4x 1.4 GHz ARM Cortex-A53, 4x 1.1 GHz ARM Cortex-A53
GPUQualcomm Adreno 308 @500MHzQualcomm Adreno 505
OpenGL ES Version3.03.2
Antutu36.914
44.719
47.756
60.342
Geekbench674/1.817691/2.614
3DMark-/68/3.628/6.010303/579/5.668/9.503
Der deutlichste Unterschied zwischen beiden Modellen liegt in der Verwendung unterschiedlicher SoCs. Zwar nutzen beide einen Snapdragon SoC, aber das GS280 einen SoC mit einem Octa Kern Snapdragon 430 MSM8937. Natürlich sind auch damit keine Performance Wunder zu erwarten. Aber ausreichend für alltägliche Arbeiten einer normalen Nutzung, falls man nicht eine Spieler-Seele hat. Wir ordnen beide Geräte im Bereich Business-Smartphone ein. Bemerkenswert allerdings bleibt, dass der verwendete SoC im Gegensatz zum GS185 mit seiner GPU Andreno 505 nun auch die OpenGL ES 3.2 beherrscht. Dadurch liegen auch unsere Messungen dann doch erheblich über den Werten des GS185 ohne allerdings in heute übliche Bereiche vorzustoßen.

Die Speicher

 Speicher 
Gigaset GS185Gigaset GS280
ROM16GB32GB
RAM2GB3GB
TF Karten-erweiterungmit MicroSD-Card bis zu 256GB (f2fs format) erweiterbarmit MicroSD-Card bis zu 256GB (f2fs format) erweiterbar
Auf den ersten Blick scheinen beide Modelle nicht sonderlich großzügig mit Arbeitsspeicher (RAM) und Telefonspeicher (ROM) ausgerüstet zu sein, selbst wenn sich das GS280 mit der Verdopplung der Kapazität des internen Telefonspeicher und 3GB RAM spendabler zeigt. Folglich kann man im Zeitalter des nahezu uneingeschränkten Austauschs von Bildern und Videos in den sozialen Medien schnell an die Grenze kommen.  Für diejenigen, die mehr benötigen, greifen beide Smartphones zum sehr erfreulichen Vollausbau der Karten-Schublade. Dank eines Tripleschachtes lässt sich der ROM Speicher mittels einer microSD Karte noch gewaltig aufbohren, ohne dass der Käufer auf die vorhandene Dual SIM Standby Fähigkeit verzichten muss. Diese 3-fache Erweiterungsmöglichkeit prädestiniert beide Geräte für Business-Nutzung.

Um die microSD-Karte als Speichererweiterung wirklich brauchbar zu nutzen, empfiehlt es sich, diese als “interne Speichererweiterung” in das System einzubinden. Dabei wird ROM Speicherplatz um die Größe der SD-Karte erweitert. Dabei werden auch die Daten zusätzlich noch verschlüsselt hinterlegt. Diesen Vorteil bietet das Einbinden der micro-SD-Karte als “tragbaren Speicher” nicht!

Wie funktioniert eine solche Erweiterung?

Natürlich gibt es von manchen Nutzern Bedenken! Wenn die SD-Karte defekt ist, kann das Gerät nicht mehr funktionieren!
Nun, heutige SD-Karten sind sehr robuste Dauerläufer und halten meist länger, als es die schnelllebigen Smartphones tun!

Dabei sollte die micro-SD-Karte bereits ganz zu Anfang des Installations-Prozesses als “interne Speichererweiterung” definiert werden.
Dann gibt es im Menü oben bei den “drei vertikalen Punkten” noch die Auswahl “Daten migrieren”. Hierbei wird die SD-Karte als “logischer Speicher” an die “physikalisch” vorhandenen 16/32GB-ROM angebunden. Logisch entsteht also ein einziger großer Speicherbereich. Wenn die SD-Karte als “intern” formatiert und der Menü-Punkt “Daten migrieren” ausgeführt wurde, sollte man das System neu starten! Erst dann kann der Speicherbereich tatsächlich vom System erkannt und verwendet werden.

Bemerkenswertes

Kleinere Probleme treten auch hier auf, da nicht jede App tatsächlich im “logischen Speicherbereich” klaglos arbeiten möchte!
Hier kann man über längeren “Fingerdruck” auf die jeweilige App ein Pull-Up-Menü aufrufen und dort auf App-Info tippen.
Im dann geöffneten Menü geht man ins Untermenü “Speicher”! Meist ist dort bei diesen speziellen Apps dann ein graues Feld zu erkennen “Genutzter Speicher SD-Karte”! Über das “graue Feld” kann dann diese unwillige App wieder in den “physikalisch internen Speicher” verschoben werden. Android unterscheidet tatsächlich für manche Apps noch in physikalisch oder logischem internen Speicher. Falls sich Apps bei einem Update über den Google-Playstore nicht aktualisieren lassen wollen, kann es ebenfalls nötig sein, diese App wieder in den physikalisch internen Speicher zu schubsen. Bei Apps, die ihre eigenen Widgets mitbringen, kann es sein, dass nicht alle oder kein einziges Widget im Widget-Ordner zu sehen ist! Bei mir war es die Musik-App Power-Amp, bei der ich dieses Verhalten beobachten konnte. Auch diese App hat sich in den physikalisch internen Speicher verschieben lassen!

Ein Nachteil entsteht dabei nicht, denn selbst Apps, die nicht im logischen Speicher-Bereich bleiben wollen, hinterlegen ihre Daten trotzdem im logischen Speicherbereich. Nur die App selbst, also das Programm befindet sich im physikalisch internen Speicher-Bereich!

Die Sensoren

Sensoren
Gigaset GS185Gigaset GS280
Gyroskopdito.
Beschleunigungdito.
Näherungssensordito.
Umgebungslichtdito.
Magnetometerdito.
Schwerkraftdito.
lineare Beschleunigungdito.
Rotationdito.
Fingerabdruckdito.
In beiden Smartphones arbeitet eine nahezu vollständige Palette aller üblichen Sensoren. Im Gegensatz zum GS185 empfängt das GNSS des GS280 alle vier (Satelliten Empfangssysteme (GPS, GLONASS, BaiDou und Galileo). Zwar erreicht die Anzahl der empfangenen Satelliten oft eine immens große Zahl, doch das nicht dauerhaft. Irgendwie scheint das Empfangssystem zur Erhöhung der Genauigkeit nach einiger Zeit einige zu ignorieren. Die dann erzielte Genauigkeit lag bei etwa 3m.

Beide Modelle haben auf der Rückseite einen Fingerabdrucksensor. Das Entsperren des Displays via Gesichtsidentifikation ist jedoch nur beim Gigaset GS280 implementiert.

Das Display

 Display 
Gigaset GS185Gigaset GS280
Größe/ Type5.5'' HD IPS Incell5.7'' FHD+ IPS
Auflösung720 x 1440 18:91080 x 2160 18:9
Multi-touch55
Helligkeit (Peak, white)499 cd/m²460cd/m²
Ansteuerungsfrequenz62Hz60Hz
Beim GS280 rüstete Gigaset ein wenig auf aber folgte nicht dem “Notch” Wahn. Mit dem verwendeten 5.7” Display ergibt sich ein 19:8 Verhältnis des FHD+ IPS Displays. Bedeckt werden die Displays beider Smartphones mit einer 2.5D gebogenen Glasschicht. Genaueren Angaben zum Material dieser kratzfesten und schmutzabweisenden Oberfläche liefert der Hersteller keine. Zeigten schon bei unserem Test des GS185 die Helligkeitswerte nur sehr mittelmäßige Ergebnisse, so ändert sich das auch beim GS280 nicht wesentlich. Da beide auch relativ große „Schwarzwerte“ liefern zeigen auch beide dynamischen Kontrastverhältnisse keine besonders guten Ergebnisse. Da die Erkennbarkeit des Displays im Freien nur an schattigen Stellen einigermaßen gut ist, bestätigt sich, dass die gemessenen Spitzenhelligkeiten im Bereich von 460cd/m2 nicht das Potential eines „Flaggschiffs“ besitzen.

Die Empfänger

 Empfänger 
Gigaset GS185Gigaset GS280
Frequenzen/ Band2G: GSM 850/900/1800/1900MHzdito.
3G3G:UMTS 900/ 2100MHzdito.
4G4G:FDD-LTE 800/ 900/ 1800/ 2100/ 2600dito.
Netzwerk Mode/ SIM CardDual Standby, SIM1 (Nano) + SIM2 (Nano) + MicroSD, VoLTE, Cat.4dito.
Wi-FiWi-Fi 802.11a/b/g/n 2.4GHz, Wi-Fi Hotspot, Wi-Fi Display, VoWiFiWi-Fi 802.11a/b/g/n 2.4GHz, 5GHz Wi-Fi Hotspot, Wi-Fi Display, VoLTE, VoWiFi
BluetoothBluetooth 4.1Bluetooth 4.2
GNSSGPS, GLONASS, BeiDuoGPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
FM Empfängerja, ohne RDSja, mit RDS
Beide Gigaset Smartphones eignen sich aufgrund des Triple-Einschubs für den Dual Standby SIM Empfang. Außerdem nehmen die Schubladen bei Bedarf zusätzlich auch eine microSD-Karte im Tripleslot auf. Gigaset konzentriert sich auf die in Deutschland/EU üblichen Empfangsfrequenzen. Die 4G-Up- und Downlink-Geschwindigkeiten entsprechen bei allen Modellen Cat. 4. Allerdings verhalten sich beide Modelle unterschiedlich bezüglich der erweiterten Telefonie Möglichkeiten. Beim GS185 kann man via Wi-Fi (VoWiFi) und beim GS280 zusätzlich auch via LTE (VoLTE) telefonieren. Liegt das Aktivieren des VoWiFi liegt beim GS185 Modell etwas versteckt in den erweiterten Wi-Fi Einstellungen, so liegen dieses beim GS280 in der obersten Ebene der Systemeinstellungen.

Auch gibt es Einschränkungen bei dem Gigaset GS185 im Dual Band Wi-Fi 802.11 a / b / g / n, denn das 5GHz Band wird nicht unterstützt. Wi-Fi Hotspot, Wi-Fi Direct und Bluetooth  wird durch beide Modelle unterstützt, beim Gigaset GS280 sogar BT 4.2. Jedoch unterstützen erfreulicher Weise auch beide Modelle ein Wi-Fi Cast-Display.

Die Satellitenpositionierungssysteme verarbeiten GPS- Beidou- und GLONASS- Signale, das Gigaset GS280 zusätzlich sogar auch Galileo- Satellitensignale. Folglich reicht die Empfindlichkeit bei beiden Modellen für eine Fußgängernavigation. Damit wird der Fix schnell erzielt und die erzielte Genauigkeit liegt im Bereich von etwa 3 m. Wir konnten beim GS185 beobachten, dass nach einer Weile keine Beidou Satelliten Signale mehr genutzt werden und die Genauigkeit oft springt. Auch beim GS280 beobachten wir ein ähnliches Verhalten, einschließlich des Ausblendens der Galileo Satelliten. Hierzu ist anzumerken: Das Galileo-Projekt sollte seit 2010 in Betrieb sein! Durch Verzögerungen wird Galileo jedoch erst Ende des Jahre 2020 in den allgemein verfügbaren Regelbetrieb gehen! Es werden Ende 2020 die letzten vier Satelliten in den Orbit gebracht und dann, erst dann ist das System komplett!

Beide Modelle haben einen FM Empfänger, der mittelmäßig empfindlich und beim GS185 leider ohne RDS arbeitet.

Sicherheit

 Sicherheit 
Gigaset GS185Gigaset GS280
Schadsoftware
Kaspersky Prüfung
ohne Befundohne Befund
Android Sicherheitsupdate05.11.201805.02.2019
Google Play protect Zertifikationnein*)ja
Fingerabdruck IDjaja
Gesichts IDneinja
Keines der Modelle war mit einem Sicherheitsrisiko behaftet. Jedoch während unserem ersten Test des Gigaset GS185 lag keine Google Play protect Zertifizierung vor *). Nach Rücksprache mit dem Hersteller Gigaset in Bocholt wurde uns mitgeteilt, dass dieses Problem bei einer Anzahl Geräte vorliegt. Grund ist wohl ein fehlerhaftes Software-Modul. Leider konnte nur der Hersteller in Bocholt eine fehlerfreie Software aufspielen, was dann auch geschah.
Sehr gut war der Kontakt zum Gigaset-Support. Das ist also tatsächlich ein Vorteil von “Made in Germany”! Also sind beide Gigaset-Android-Geräte nun auch Google-Play- protect zertifiziert.

Was gibt es noch für Unterschiede?

 Andere Eigenschaften 
Gigaset GS185Gigaset GS280
Drahtloses Aufladenneindito.
Fingerprint IDrückseitigdito.
NFCneindito.
OTGjadito.
3,5mm Klinkenbuchsejadito.
ZertifikationCEdito.
FM Radioja/ kein RDSja/ RDS
Gesichtserkennung IDneinja
GNSS EmpfängerGPS, A-GPS, GLONASS, BeiDouGPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
LED Messageeinfarbig (!)mehrfarbig
USB AnschlussMico USB 2.0USB C 2.0
SchnellladetechnikneinQualcomm 3.0
SAR0,19 W/kg (Kopf)
1,109 W/kg (Körper)
0,271 W/kg (Kopf)
1,337 W/kg (Körper)
Nachfolgend noch ein Blick auf die Liste der Eigenschaften, die den Komfort erhöhen. Dabei kann man eigentlich keine größeren Unterschiede in diesen Eigenschaften konstatieren. Folglich sind sich beide Modelle von der Ausstattung, Bedienkomfort, Design, Handlichkeit ziemlich ähnlich. Wobei die Ausstattung des GS280 mit einer USB C Buchse für den Tester technisch bedeutungslos bleibt, zumal die USB Schnittstelle sowieso vom Typ 2.0 ist. Dem knappen Budget Rahmen fallen scheinbar einige Bequemlichkeiten und schätzenswerte Dinge, wie Gesturing, NFC, drahtloses Aufladen zum Opfer. Aber das man dann sogar beim GS185 auf die Gesichtsidentifikation verzichtete ist wohl nicht nur dem früheren Erscheinen auf dem Markt geschuldet.

Die Kamera(s) 

Kamera
Gigaset GS185Gigaset GS280
Rück- /Frontkamera
Sensoren
12.98MP / 12.98MP (nativ)
Samsung s5k3l8 / Omnivision OV13858
16MP / 13MP (nativ)
Omnivision OV16880/ ON Semiconductor AR1337
Rück- /Frontkamera
Video Auflösung
8.3MP (3840 x 2160)/ 8.3MP (3840 x 2160)
1080p @30fps / 720p @30fps
8.3MP (3840 x 2160)/ 8.3MP (3840 x 2160)
1080p @30fps / 1080p @30fps
Zahl der Linsen & BlendeMain: 5 ƒ/2.0 , - ƒ/2.0Main: 5 ƒ/2.0 , - f/2.0
Flashlightja/neinja (dual Ton)/nein
FocusAF/-AF/-

Zu dem, was wir bereits zur Bildqualität des Modell GS185 hier beschrieben, gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Gigaset versucht,  mit einem Wechseln vom 13MP Samsung s5k3l8 Sensor auf den chinesischen 16MP Sensor Omnivision OV16880 die Qualität der Rückkamera des GS280  zu erhöhen. Ob dies gelungen ist, beurteilt bitte selbst. Bei der Schärfe auf größeren Entfernungen sieht der Rezensent jedenfalls nur geringe Verbesserungen. Aber erstaunlich bleibt die doch relativ gute Wirkung des Dual Ton Flashlight der Rückkamera. Außerdem gelingen mit der Rückkamera gute Makroaufnahmen.

Apropos Flashlight, die im Datenblatt zum GS280 von Gigaset angegebene Flashlight Unterstützung der Frontkamera können wir nicht bestätigen. Lediglich wird beim Auslösen versucht, durch die Display Beleuchtung ein wenig Unterstützung zu geben.

Auch entschied sich Gigaset beim 13MP Sensor Chip der Frontkamera, auf den ON Semiconductor AR1337 Chip zu wechseln. So kann man jetzt auch mit der Selfie  Kamera FHD Videos aufzeichnen.

Wer es aber genau wissen will, schaut sich einfach mal diese Bildvergleiche an.

Fotogalerie GS185

Fotogalerie GS280

 

Fazit


An der, im ersten Vergleich von Budget Smartphones ausgesprochenen Empfehlung für das GS185 verändert auch der erneute Vergleich nichts.

Mit dem GS280 hat man nun vom gleichen Hersteller einen durchaus empfehlenswerten Konkurrenten im eigenen Haus. Dem hochauflösenden 5.7 Zoll Display, der besseren Performanz, FM-Radio mit RDS, VoLTE und VoWiFi, Galileo-GNSS und der geringfügig größeren Speicherkapazität stehen die etwas kürzere Reichweite des Akkus mit dennoch guter Laufzeit entgegen. Ob man dafür ca. 70€ – 100€ mehr ausgeben möchte, entscheidet natürlich der Käufer. Für den Tester gilt immer noch: Wenn schon Budget, dann richtig Budget, zumal die Unterschiede zwischen beiden nicht gravierend sind. Zu Bedenken gibt auch der doch in die Jahre gekommene SoC Anlass, zumal es in den Sternen steht, inwieweit der deutsche Hersteller Gigaset beide Geräte noch auf Android 9 Pie migrieren wird. Aus Erfahrung kann hier gesagt werden, daß die vom Testteam verwendeten App aus dem Play-Store jedenfalls mit Android 8.1 keinerlei Probleme verursachen. Älter muss nicht zwingend schlechter bedeuten.


 

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