Oukitel K10000 Pro | Test Review | 5.5 inch FHD MediaTek MT6750T 3GB RAM 32GB ROM LTE 13/5MP 10.000mAh

Das Vorgänger Modell Oukitel K10000 entpuppte sich trotz der relativ bescheidenen Spezifikationen doch zu einem begehrten Modell und das vor allemwegen seiner Akkulaufzeit, robusten Bauart und erschwinglichem Preis.

Ob das Nachfolgemodell in diese Fußstapfen treten kann, erfährt man beim Weiterblättern. Dort gibt es Wissenswertes über das 5.5” Smartphone des chinesischen Herstellers und des neuen Oukitel K10000 Pro.

 

Der Überblick

  • Das Oukitel K10000 Pro verwendet ein 5.5-Zoll-IPS LTPS FHD Display mit einer Auflösung von 1080 x 1920 Pixeln, welches durch ein 2.5D gebogenes ein Corning Gorilla Glas geschützt wird.
  • Im Inneren werkelt ein MediaTek MT6750T Chipsatz, der vier mit 1.5 GHz und vier mit 1GHz getaktete Cortex-A53 CPU Kerne enthält und eine mit 650MHz getaktete Dual-Core Mali-T860 MP2 GPU nutzt.
  • Die Kapazität des nicht entnehmbaren Li-Polymer-Akkus des Herstellers SCUD wird mit 10.000mAh angegeben. Dieser kann mit dem beigefügten Schnellladegerät (5V, 7V, 9V, 12V / 2A) in etwa 2.5h vollständig aufgeladen werden.
  • Auf der Rückseite des Gerätes gibt es eine Kamera, die mit einem 13-Megapixel ON Semiconductor AR1335 Sensor und 5 Linsen bei einer Blende von  ƒ/1.8 arbeitet.
  • Die Selfie- Kamera nutzt einen 5MP GalaxyCore GC5025, allerdings mit einer Blende von ƒ/2.8.
  • Für die Rückkamera steht ein Dual Flashlight zur Verfügung.
  • Ein mit 833MHz getakteter 3GB LPDDR3 Single-Channel-RAM und ein 32GB großer interner eMMC-Speicher kann mit microSD-Karte auf max. 64GB (Herstellerangaben) erweitert werden.
  • Ausgeliefert wird es mit Android 7.0 Nougat, unterstützt 2G GSM, 3G WCDMA und 4G LTE Cat. 6 Netzwerke in allen deutschen Netzen, Dual Band Wi-Fi 802.11 a/ b / g / n, Wi-Fi Direct, Wi-Fi Hotspot, Cast-Display, Bluetooth 4.2 und einem Navigationssatelliten Empfänger (GPS, GLONASS). Dabei unterstützt nur jeweils die primäre SIM 4G Netzwerke.
  • Eine 3.5mm TRRS Buchse und ein Mikro-USB 2.0-Port mit OTG-Unterstützung sind als Anschlüsse vorhanden.
  • Das Oukitel nutzt einen Hybridschacht, der entweder 2 Nano SIMs oder 1 Nano SIM und eine TF Speicherkarte aufnehmen kann.
  • Als Besonderheit gibt es einen rückseitigen Fingerabdruck Sensor.


Das Unboxing

Das Smartphone wurde durch den Hersteller zur Verfügung gestellt.

Das Oukitel K10000 Pro wurde in einer schwarzen Box aus Pappe geliefert, die mit dem Hersteller Logo und der Modellbezeichnung versehen ist. Auf der Rückseite befinden sich die erforderlichen CE Hinweise. Alles andere kann man in dem Unboxing des Videos erfahren.

Die Geometrie und das Gewicht

Die Nutzung der Oberfläche durch das aktive Display ist bei dem Oukitel K10000 Pro konstruktionsbedingt nicht sonderlich gut. Abweichungen von den Angaben des Herstellers zur Geometrie konnten insbesondere bei der Dicke des Smartphones ermittelt werden.


Das “Screen-to-body ratio” beträgt 66.8%


Parameter unter kritischem Blick


Der Vergleich

Der Vergleich mit Smartphones, die den gleichen SoC nutzen, bietet sich natürlich an. Bewertet werden das Display bezüglich Leuchtstärke und Schwarzwert, die Menge der funktionsfähigen Codecs, die Performance und der Akku. Natürlich unterliegen solche Messungen auch Schwankungen und bilden lediglich die Basis für einen Vergleich. Man erkennt, dass der Prüfling in den Helligkeitswerte des Displays Reserven besitzt. Natürlich zeigt der Prüfling mit einem vergleichsweisen Riesen Akku exorbitante Standzeiten.


Die Verarbeitung

Das Outfit des K10000 wurde etwas überarbeitet. Anstelle von Edelstahl wird jetzt ein Aluminiumguss   Rahmen genutzt. Damit wird das Modell auch leichter. Trotz verschiedener Verbesserung beim Aussehen bleibt Oukitel mit dem K10000 Pro beim soliden Outfit seines Vorgängers. Entweder man ist ein Fan der K-Serie oder nicht.

Nutzer der Dual SIM Standby Technik müssen bei der Verwendung einer TF Speicherkarte dann leider darauf verzichten, denn es existiert kein separater Platz für eine TF Speicher Karte. Diese kann nur anstelle der 2. Nano SIM verwendet werden. Der Akku ist nicht entnehmbar.

Die Lautstärke- und Power-Tastenauf der rechten Seite sind groß und aus Metall. Die an der Unterseite zentral positionierte Mikro-USB 2.0 Buchse sitzt so tief im Rahmen, dass sowohl das USB- und als auch das OTG-Kabel längere Stecker haben müssen. Es gibt zwei Lautsprecher-Gitter. Nur hinter einem sitzt ein AAC 1511 Lautsprecher. Die Mikrofon Öffnungen sitzen auf der Vorderseite.

Ein 2.5D-curved Corning Gorilla 4 Glas schützt das Display vor Kratzern und sorgt für ein angenehmes Touch-Gefühl. Das Kameramodul mit einem Dual-LED-Blitz und der Fingerabdrucksensor sitzen hinten gut positioniert in einer Metallplatte. Auf der Rückseite ist ein metallisch glänzendes Oukitel-Logo auf der, mit Kalbsleder belegten Rückwand aufgebracht.

Mit gewogenen 297g ist es zwar ein recht schweres Smartphone, aber immerhin etwa 20g leichter als der Vorgänger, wenn gleich auch etwas größer.

Den Rest seht ihr im Video.


Das Display

Gemäß Herstellerangaben wird ein Full Lamination LTPS Display mit einer Auflösung von 1080 x 1920 Pixel verbaut. LTPS-Displays sind bekannt für ihre gute Helligkeit. Das Display vom Oukitel K10000 Pro erreicht aber nicht die Spitzenhelligkeit des U11 Plus, sondern bleibt deutlich darunter. Die auf der Basis des AnTuTu Videotest durchgeführten Messungen weisen einen Spitzen Helligkeitswerte von 492 cd/m² für weiß aus, der in der Praxis bei direkter Sonneneinstrahlung immer noch für einer ausreichenden Erkennbarkeit sorgt. Auch ist der Schwarzwert noch einigermaßen erträglich (2 cd/m²). Trotz des noch relativ guten Schwarzwerts ist die Seitenblickstabilität der Farben hier eher schwach. Bei diesem FHD Display sind im normalen Betrachtungsabstand keine Pixel erkennbar. Es ist gleichmäßig ausgeleuchtet und Clouding nicht vorhanden. Pixelfehler konnten keine ermittelt werden. Die automatische Helligkeitssteuerung arbeitet ausreichend gut.
Einstellmöglichkeiten, um die hohe Farbtemperatur (für Oukitel-Geräte typisch) den persönlichen Ansprüchen anzupassen, gibt es bis auf den Augenschutzmodus keine


Der AnTuTu Videotest

Die Menge der funktionsbereiten Codecs ist zur Konkurrenz (vergleiche Tabelle) zwar nicht sonderlich berauschend, doch keine Sorge, alle üblichen Videos sind also problemlos abspielbar. Jedoch kann es bei etwa ungewöhnlichen Kodierungen auch schon einmal zu einem Versagen führen.


Die Performance – Speicher – System

Der MediaTek MT6750 Chipsatz ist ein 64-Bit-System Chip, der typischerweise für die Einstiegs- und Mittelklasse-Klasse verwendet wird. Das AnTuTu-Ergebnis von 44.157 Punkten zeigt im Vergleich ein für diesen SoC typisches Ergebnis. Es sollte klar sein, dass wir hier eher Mittelklasse  vor uns haben, deshalb ist auch die Speicher Ausstattung mit einem 3GB LPDDR3 Single- Channel RAM, getaktet mit 833MHz und einem 32GB großen eMMC Speicher mittelmäßig ausgefallen, sorgt aber in der Praxis für flüssiges Arbeiten. Im Alltagsbetrieb konnten keine Beeinträchtigungen feststellt werden. 

Der Chipsatz verfügt nur über die einfachsten Sensoren (Näherung, Licht und Beschleunigungsmesser), die jedoch ihre Arbeit gut verrichten.  

Die 3DMark Tests zeigen, dass das K10000 Pro auch zum Spielen von 3D Spielen mit seinem Mali-T860 MP2 Grafikchip in Anbetracht der Preisklasse einigermaßen geeignet ist. Sowohl der Touchscreen als auch der Lagesensoren reagieren gut. Wunder aber kann man nicht erwarten und bei anspruchsvollen 3D-Spielen geht der Grafikeinheit dann schnell die Puste aus.

Von dem 32GB großen eMMC Speicher, der laut Geschwindigkeitsmessungen wohl eher vom Typ 5.0 ist, stehen dem Anwender immerhin noch reichlich 25GB zur Nutzung für Apps und Daten zur Verfügung. 

Die Speicheraufteilung und Performance

hier im Video gezeigt

Der Akku

Die oft gestellte Frage “Wie gut oder wie schlecht ist der Akku”?

Zunächst die Fakten: Der Hersteller gibt 10.000mAh als Nennkapazität für den internen Li-Polymer Akku an, allerdings nicht bei welcher Spannung. Bei Messungen mit eine Spannung von 5V und beginnend mit einem Ladezustand von etwa 19% konnten dann tatsächlich auch 8.207mhA nachgeladen werden. Damit ergibt sich bereinigt gerechnet, dann tatsächlich die angegebene Kapazität.
Zu beachten ist allerdings, dass sich dabei Smartphone und Schnellladegerät bis zu 46°C aufheizen.
Der Power Manager ist üblicher Android Standard. Das Batterie Einstellungsmenü enthält die üblichen Umschaltungen für die Energiesparmodi und prognostiziert die verbleibende Betriebszeit.
Die Messung mit dem sehr praxisnahen Akku Tests (WORKBENCH) brachte ein Spitzen Ergebnis (vergleiche auch Tabelle und Video). Die Helligkeit des Displays wurde vorher auf 200 Lux justiert.


Die Empfänger

Das Oukitel K10000 Pro ist mit einer Dual SIM Schublade ausgestattet, wobei in einem Steckplatz wahlweise an Stelle einer Nano SIM auch eine microSD-Karte im Hybridslot verwendet werden kann. Das Gerät arbeitet mit 2G GSM (850/900/1800/1900MHz), 3G WCDMA (900/2000 MHz) und 4G FDD-LTE (800, 1800, 2100, 2600 MHz) Netzwerkbändern. Die 4G-Up- und Downlink-Geschwindigkeiten entspricht Cat. 6. Die Anrufqualität ist mittelmäßig. Es gab weder mit der Wi-Fi-Verbindung noch bei anderen unterstützten Verbindungsarten Probleme. Das Modell unterstützt Dualband Wi-Fi 802.11 a / b / g / n, Wi-Fi Hotspot, Wi-Fi Direct, Cast-Display, Bluetooth 4.2. Es verfügt über einen Mikro-USB-Port, der auch OTG unterstützt. Das Satellitenpositionierungssystem verarbeitet GPS- und GLONASS Signale. Es arbeitet schnell bei der Erkennung von Satellitensignalen. Die Empfindlichkeit und Genauigkeit sind ebenfalls gut. Bei freier Sicht  waren Genauigkeiten um die 2m keine Seltenheit.


Akustik

Lautsprecher

Dieser ist hinter dem rechten Lautsprechergitter platziert. Die Lautstärke des Lautsprechers reicht aus, um auch aus den anderen Öffnungen abzustrahlen.  Trotz der von Oukitel angegeben Verwendung eines AAC 1511 Boxlautsprecher ist die Klangqualität nur durchschnittlich. Um genügend Lautstärke zu erhalten, sollte unbedingt in den Einstellungen die Option „BesLoudness“ (Lautstärkeanhebung für den Lautsprecher) aktiviert werden. Damit klingt der Lautsprecher lauter als im Vergleich ohne diesen Enhancer.

Die Sprachqualität während des Gespräches ist gut. Ich höre die anderen gut verständlich. Die Klangqualität der Freisprecheinrichtung ist ausreichend und neigt auch bei großer Lautstärke nicht zum „Kratzen“.


Bedienung

Tasten/ Fingerabdruck Scanner

Es werden drei kapazitive Tasten verwendet. Die Lautstärkewippe und der Ein-/Ausschalter haben deutliche Druckpunkte.

Sind Fingerabdruck-IDs erstellt,  können Sie ihnen verschiedene Funktionen zuordnen, z. B. die Beantwortung eines Anrufs, die Freigabe des Verschlusses, während in der Kamera-App die Alben in der Galerie angezeigt werden

Gestensteuerung

In den Einstellungen kann man auch intelligente somatosensorische Optionen für eine verbesserte Interaktion mit dem Gerät finden. Nicht alle Menüs sind ins Deutsche übersetzt.

System-UI-Tuner

Mit dem System-UI-Tuner kann man verschiedene Anpassungen durchführen, wie z.B. Elemente der Statusleiste anpassen.

Software/ Launcher/ UI (User Interface)

Vergleicht man das K1000 Pro mit den in letzter Zeit hier getesteten Oukitel’s so nutzt das K10000 Pro eine sehr nahe am Standard vom Android 7.0 liegende Benutzeroberfläche (UI) mit App Drawer. Hier wurden keine Experimente mit einer eigenen UI unternommen. Die Oberfläche lässt sich ohne Ruckeln flüssig bedienen. Wichtige Apps sind sparsam vorinstalliert und mittels Play Store lassen sich auch weitere problemlos installieren.

OTA (Firmware update Over The Air) und Sicherheit

Auch dieser Hersteller bietet die Möglichkeit die Firmware Aktualisierung via Internet durchzuführen. Man erhält automatischbei einer WLAN Verbindung eine Nachricht, falls eine anstehende Firmware Aktualisierung vorhanden ist.

Sicherheit

Eine Prüfung mit Kaspersky war unauffällig. Die MMS Angreifer Lücke ist geschlossen. Die User Partition ist verschlüsselt.


Die Kamera(s)

Die Kamera-App ist Standard-Android mit normalen, HDR, PIP und Beauty-Aufnahmemodus und einem Panorama-Aufnahmemodus. Für beide Kameras gibt es eine Gesichtserkennung. Alle Modi (Verschönerung. Panorama, Video und Foto) arbeiten normal. Standard-HDR ist vorhanden. Einstellen lassen sich verschiedene Optionen für Foto- und Videoaufnahmen.

Frontkamera

Hier verwendet Oukitel einen 5-Megapixel GalaxyCore Sensor GC5025 mit einem 1/5″ optischen Format kombiniert mit einem  F/2.8 Objektiv.

Beurteilt es bitte selbst. Zu sehen sind Beispielaufnahmen am Ende des Videos.

Rückkamera

Beim K10000 Pro wird der gleiche 13-Megapixel ON Semiconductor AR1335 Bildsensor verwendet, den wir auch schon anderen Oukitel Modellen fanden. In im vorliegenden Prüfling mit einer f /1,8 Blende, einem Dual-LED-Blitz und Autofokus gekoppelt.

Beurteilt es bitte selbst. Zu sehen sind Beispielaufnahmen am Ende des Videos.


Fazit:


Auch dieses Mal lieferte Oukitel die gewohnt solide Qualität ab. Dieses K10000 „Update“ bleibt der Zielgruppe treu. Alle die, die eine Riesenstandzeit benötigen und daher auch das große Gewicht und das kantige Aussehen in Kauf nehmen, erhalten die soliden und verbesserten Funktionen des Vorgängers in einem aufgepoppten Gewand.
Zur Robustheit und großen Akkulaufzeit gesellt sich jetzt auch ein wenig Performance dazu und von unnötigen Versuchen ein eigenes User Interface zu platzieren, bleibt es verschont. Viele nützliche Funktionen, wie Gesturing und Fingerabdruck Identifikation sind jetzt vorhanden. Unverständlich bleiben für den Reviewer das Fehlen einer Message LED und unbeleuchtete Touch Tasten. Der Akku gäbe es locker her.


 

Was gefällt

  • Android 7.0 (Nougat)
  • leistungsfähiger Akku
  • Schnellladetechnik
  • Kamera

Was nicht gefällt:

  • Hybrid Slot
  • Fehlende Message/ Lade-LED

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