Oukitel C8 Test 5.5 inch 18:9 HD MediaTek MT6580 2GB RAM 16GB ROM 3G – Samsung S8 Format im Review

Wissbegierige und Neugierige erfahren beim Weiterblättern Wissenswertes über ein das Budget 3G Smartphone Oukitel C8 von Oukitel, welches zwar auf den S8 Zug versucht aufzuspringen aber im Grunde genommen eigentlich in Deutschland schon zum alten Eisen gehört, denn 3Gist Out, zu mindestens im ländlichen Bereich. Der Hersteller hat das vermutlich begriffen, denn er steht mit einer 4G Version steht schon in den Startlöchern.  Ob dieser Sprung gelingt, erfährt man beim Weiterblättern.

 

Der Überblick

  • Das Oukitel C8 verwendet ein 5.5-Zoll IPS HD Display mit einer Auflösung von 640 x 1280 Pixel und einer Pixeldichte von 260ppi. Das Besondere ist das S8 18:9 Format im Low Budget Bereich.
  • Im Inneren werkelt ein MediaTek MT6580 Chipsatz, der eine mit 1248MHz getaktete 32bit Quad-Core CPU und Dual-Core GPU ARM Mali-400 MP2 nutzt.
  • Die Kapazität des entnehmbaren Li-Ion-Akkus wird durch den Hersteller mit 3000mAh bei 3.8V (11.4Wh)  angegeben. Dieser kann mit dem beigefügten Ladegerät in etwa 2.5h vollständig aufgeladen werden.
  • Die Rückkamera arbeitet als Dual Kamera mit einem 8-Megapixel GalaxyCore GC8024 Sensor. Genutzt wird eine Blende von F/2.4.
  • Die Frontkamera arbeitet mit einem 2-Megapixel GalaxyCore GC2385 Sensor. Dabei wird eine Blende von F/2.8 genutzt.
  • Für beide Kameras stehen LED Flashlights zur Verfügung.
  • Ein mit 533MHz getakteter 2GB LPDDR3 Single-Channel-RAM und ein 16GB interner eMMC werden als Speicher genutzt. Dieser kann mit einer 64GB großen Speicherkarte erweitert werden.
  • Ausgeliefert wird es mit Android 7.0. Unterstützt 2G/3G Netzwerke, Wi-Fi 802.11 a/ b / g / n, Bluetooth 4.0 und Navigationssatelliten Empfänger (GPS).
  • Als Besonderheit gibt es auf der Rückseite einen 360° Fingerabdruck Sensor.

Das Unboxing

Das Smartphone wurde durch den Hersteller Oukitel zur Verfügung gestellt.

Die Geometrie und das Gewicht

Die Nutzung der Oberfläche durch das aktive Display ist bei dem Oukitel C8 beachtenswert.

 


Das “Screen-to-body ratio” beträgt 75.6%


Parameter unter kritischem Blick


Der Vergleich

Der Vergleich mit einigen Smartphones des gleichen SoCs bietet sich natürlich an. Bewertet werden das Display bezüglich Leuchtstärke und Schwarzwert, die Menge der funktionsfähigen Codecs, die Performance und der Akku. Natürlich unterliegen solche Messungen auch Schwankungen und bilden lediglich die Basis für einen Vergleich. Man erkennt aber deutlich, dass der Prüfling in diesem Vergleich genauso schlecht wie das U22 abschneidet. Obwohl es ein anderes Display im 2:1 Format nutzt, hat das C8 deutliche Nachteile in der Helligkeit, wenn auch das Kontrastverhältnis durch den geringen Schwarzwert das etwas kaschiert.


Die Verarbeitung

Optisch ist es eher ein langweiliges Design welches selbst durch das 18:9 Format des Displays und der vielen Farben nicht wertiger wird. Die abnehmbare Plastik Rückwand lässt sich sehr leicht entfernen, schließt aber sauber und beim Drücken auf das Smartphone knarrt nichts. Vorn gibt das mit 2.5D curved Glas beschichtetem Display optisch ein gefälliges Bild. Alles Plastik ohne echte Highlights, wenngleich die Rückwand strukturiert ist. Die Rückkamera ist im Vergleich zum U22 dieses Mal in der Mitte wesentlich besser aufgehoben. Der darunter liegende Fingerabdrucksensor ist genügend weit entfernt, sodass es nicht mehr so leicht zur Fehlbedienungen oder Verschmierung der Linse durch die Finger kommen kann. Das ausgewogene Gewicht liegt knapp 10g über den Angaben des Herstellers.

Nutzer der Dual SIM Standby Technik müssen bei deren Verwendung einer microSD Speicherkarte nicht darauf verzichten. Es existiert 3 separater Plätze für die beiden Micro SIMs und für eine Speicherkarte. Der Akku ist entnehmbar.


Das Display

Der Hersteller verbaut ein HD Display mit einer Auflösung von 640 x 1280 Pixel (260ppi). Die auf der Basis des AnTuTu Videotest durchgeführten Messungen zeigten enttäuschende Helligkeitswerte, die auch in der Praxis zu einer schlechten Erkennbarkeit im Freien führen. Der beim Prüfling gemessene Schwarzwert (1 cd/m²) sorgt dann aber wenigstens für eine gute Seitenblickstabilität der Farben und einem tröstlichen Kontrast. Pixel sind bei diesem HD Display nur bei sehr nahem Abstand erkennbar. Es wird gleichmäßig ausgeleuchtet und zeigt keinerlei Clouding. Pixelfehler konnten keine ermittelt werden. Die automatische Helligkeitssteuerung arbeitet ausreichend angepasst und nicht stufig.
Die Messwerte wurden mit einem Luxmeter bei voller Helligkeit des Displays und den Testbildern des AnTuTu Display Test gemessen. Ein hoher Wert ist besser, nicht aber bei Schwarz. Da wären 0 Lux ideal.
Das Display wird mit 52Hz angesteuert.

Mit den 2 Fingern Touch Screen lässt sich der Touch nicht komfortabel bedienen. Dieses Handy unterstützt keine drahtlose Übertragung des Displays, sprich Miracast.


Der AnTuTu Videotest

Die Menge der funktionsbereiten Codecs ist nahezu identisch zur Konkurrenz (vergleiche Tabelle) und nicht sonderlich berauschend. Keine Sorge, alle üblichen Videos sind also problemlos abspielbar. Jedoch kann es bei etwa ungewöhnlichen Kodierungen auch schon einmal zu einem Versagen führen.


Die Performance – Speicher – System – Sensoren

In Anbetracht des verwendeten SoCs und der damit erzielbaren Ergebnisse, lohnen sich ausführliche Betrachtungen dazu kaum. Das Smartphone zielt nicht auf die Verwendung als Spiel-Konsole, läuft aber mit dieser Prozessor- und Speicherausrüstung bei den vorgesehenen Grundfunktionen erstaunlich akzeptabel. Schaut dazu in das Video und in die Vergleichstabelle.

Von dem 16GB großen eMMC Speicher stehen dem Anwender noch etwa 11.6GB zur Nutzung für Apps und Daten zur Verfügung.

  

Der Akku

Die oft gestellte Frage “Wie gutoder wie schlecht ist der Akku”?

Zunächst die Fakten: Der Hersteller des Akkus gibt 3000mAh bei 3.8V (11.4Wh)  als Nennkapazität für den entnehmbaren Li-Ion Akku an. Unter Nutzung des mitgelieferten Ladegerätes konnte der Akku nach einer Totalentleerung innerhalb von 2.5h wieder vollständig geladen werden.

Wie weit man damit kommt, bestimmen wesentlich die eingestellte Display Helligkeit, die Dauer der aktiven Anzeige und natürlich auch die Nutzung sehr Prozessor intensiver Apps. Eine extreme Erwärmung konnte ich weder bei der Nutzung noch beim Aufladen des Gerätes beobachten.

Die Messung mit einem sehr praxisnahen Akku Tests (PCMARK, Work 2.0 battery life) brachte das erwartete Ergebnis (vergleiche auch Tabelle). Die Helligkeit des Displays wurde vorher auf 200 Lux justiert. Damit kommt man gut über den Tag.


Die Empfänger

Das Oukitel C8 ist mit separaten Dual SIM Slots ausgestattet, die mit einer Micro- und einer Nano-SIM bestückt werden können. Auch eine SD Speicherkarte kann zusätzlich verwendet werden. Unterstützt werden 2G GSM (850, 900, 1900, 2100MHz) und 3G WCDMA (900/ 1900/ 2100MHz). Die Anrufqualität ist gut, die Empfindlichkeit ausreichend. Das Modell unterstützt 2.4MHz Wi-Fi 802.11 a / b / g / n,  Wi-Fi Hotspot und Bluetooth 4.0. Es verfügt über einen Mikro-USB-Port, der allerdings OTG nicht unterstützt. Das Satellitenpositionierungssystem verarbeitet GPS- Signale. Es arbeitet schnell bei der Erkennung von Satellitensignalen. Bei guter Sicht liegt die Genauigkeit bei etwa 1-2 Metern.

 


Akustik

Lautsprecher

Dieser strahlt über eine Öffnung in der Rückwand ab, die beim Ablegen des Smartphones auf die Rückseite leider abgedeckt wird. Die Klangqualität ist vergleichbar mit der des Oukitell U22.  Um genügend Lautstärke zu erhalten, sollte unbedingt in den Einstellungen die Option „BesLoudness“ (Lautstärkeanhebung für den Lautsprecher) aktiviert bleiben (Standard). Damit klingt der Lautsprecher lauter als im Vergleich ohne diesen Enhancer.

Die Sprachqualität während des Gespräches ist gut. Ich höre die anderen gut verständlich. Die Klangqualität der Freisprecheinrichtung ist ausreichend, neigt aber schon bei geringer Lautstärke zum „Kratzen“.


Bedienung (UI) – Betriebssystem – Apps

Es werden keine kapazitive Touch Tasten verwendet, sondern on-screen Tasten, die nicht ausblendbar sind. Die Lautstärkewippe ist nicht geteilt und sitzt wie der Ein-/Ausschalter rechts oben.  Ein Fingerabdrucksensor, der bis zu 5 Fingerabdruck-IDs speichern kann, befindet sich auf der Rückseite des Geräts. Dieser arbeitet schnell und sicher um das Gerät zu entsperren. Mit den Sicherheitseinstellungen können Sie eine Fingerprint-ID erstellen, umbenennen und löschen. Der Fingerabdruck Sensor dient lediglich zur Aktivierung und dem Entsperren des Display und hat keine weiteren Funktionen.
In den Systemeinstellungen gibt es  ein Menü zum Konfigurieren des Smart-Wake, welches allerdings komplett in Englisch erscheint. Mit dem System-UI-Tuner kann man verschiedene Anpassungen durchführen, wie z.B. Elemente der Statusleisteanpassen.
Eine sehr nahe am Standard vom Android 7.0 liegende Benutzeroberfläche (UI) mit App Drawer, die aber kein Querformat kennt, wird genutzt. Die Oberfläche lässt sich ohne Ruckeln flüssig bedienen. Wichtige Apps sind sparsam vorinstalliert und mittels Play Store lassen sich auch weitere problemlos installieren. Allerdings spürt man den kleinen Arbeitsspeicher, solange nicht gelegentlich dieser durch den Taskmanager geleert wird.

  


OTA (Firmware update Over The Air) und Sicherheit

Auch dieser Hersteller bietet die Möglichkeit die Firmware Aktualisierung via Internet durchzuführen. Man erhält automatisch bei einer WLAN Verbindung eine Nachricht, falls eine anstehende Firmware Aktualisierung vorhanden ist.

Eine Prüfung mit Kaspersky war unauffällig. Die User Partition ist nicht verschlüsselt. Das vorgestellte ROM hat den Android Sicherheitspatch vom 5. September 2017.


Die Kamera(s)

Rear Camera:

Front Camera:

  • GalaxyCore GC2385 (2 MP, 1/5” CMOS Image Sensor)

Die Aufnahmen leiden unter mangelnder Detailtreue und sind im Fernbereich nicht scharf genug.

Alle Modi (Verschönerung. Panorama, Video und Foto) arbeiten normal. Standard-HDR sind vorhanden. Einstellen lassen sich verschiedene Optionen für Foto- und Videoaufnahmen. Der Fokus arbeitet nicht sehr schnell und oftmals müssen mehrere Fokussierungsversuche für einigermaßen ausgeglichene Bilder durchgeführt werden.

Beurteilt es bitte selbst.

 


Fazit:


Auch bei diesem Budget Phone erschließt sich für den Reviewer der potentielle Käuferkreis schwer. Alle Provider in Deutschland bauen den 3G Bereich nicht mehr aus und diesen sogar zu Lasten des LTE Bereiches ab. Selbst anspruchslose  Smartphone Nutzer, die ab und zu mal einen Besuch im Internet wagen, werden enttäuscht sein. Dazu gesellt sich ein sehr dunkles 5.5” HD Display im 19:8 Format, welches im Freien kaum erkennbar ist. Will man die Kameras nutzen, schießt man oft ins Blaue. Die Akkulaufzeit entspricht bei diesem Modell nun auch der angegebenen Nennkapazität und reicht über den Tag. Trösten kann maximal der stabil arbeitende Fingerabdruck Sensor, die vollwertigen Triple Schächte und das stabil arbeitende GPS. Wann werden denn die gnadenlos veralteten Restbestände des 32bit MKT MT6580 SoCs endlich verbaut sein? Aber Hoffnung ist in Sicht, denn Oukitel hat auch eine LTE Variante in Aussicht gestellt.


 

Was gefällt

  • stabiler Fingerabdrucksensor
  • Triple Schacht
  • GPS

Was nicht gefällt:

  • Kameras
  • kein LTE
  • 32bit SoC
  • kein OTG
  • Performance
  • fehlende Message LED

Dieses Smartphone erhält man bei dem vom Hersteller empfohlenen Aliexpress Händlern aktuell zu einem Angebotspreis von etwa 55€.

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