Gretel GT6000 | Review Test | 5.5 inch HD MediaTek MT6737M 2GB RAM 16GB ROM LTE 13MP Dual Cam 6000mAh

Gretel setzt weiter auf den bewährten MediaTek MT6737SoC. Schwerpunkt dieses Mal ein größeres Display und ein Riesen Akku. Ob der Hersteller damit punkten kann, das findet man heraus, wenn man weiterblättert.

Gretel ist ein Newcomer auf dem Smartphone-Markt. Es ist im Besitz und betrieben von Shenzhen Xin Hua Ji Tong Electronics Co. LTD, die 1998 in China gegründet wurde und hat fast 20 Jahre Erfahrung als professioneller Hersteller von Telekommunikation und digitalen Produkten.

 

Der Überblick

  • Das Gretel GT6000 verwendet ein 5,5-Zoll-IPS-Display von Sharp mit einer Auflösung von 720 x 1280 Pixeln, einer 2,5D-gebogenen Glas Deckschicht und GFF-Laminierung.
  • Zur 2.5D gekrümmten Glasdeckschicht gibt es vom Hersteller keine weiteren Angaben bezüglich Kratzfestigkeit
  • Das Chassis besteht aus einem robusten Metallkörper, auf dessen Rückwand oben und unten Polycarbonat Kappen sitzen.
  • Im Inneren werkelt ein MediaTek MT6737M Chipsatz, der eine mit 1248MHz getaktete Quad-Core CPU und eine mit 600 MHz getaktete Dual-Core GPU Mali-T720 MP2 nutzt.
  • Die Kapazität des nicht entnehmbaren Li-Polymer Akkus wird durch den Hersteller mit 6.000mAh angegeben. Dieser kann mit dem beigefügten Stecker Schnellladegerät (mit 5/ 7/ 9V  2.0A – 12V 1.5A) aufgeladen werden.
  • Auf der Rückseite des Gerätes gibt es eine Dual Kamera, die mit einem 13-Megapixel Panasonic MN34152 assistiert von einem 0.3MP GalaxyCore  GC0310 Sensor und einem F/2.2 Objektiv arbeitet. Unterstützt kann diese mit einem Dual LED Flashlight werden.
  • Außerdem wird mit einem Standard-Kontrast Auto Fokus gearbeitet.
  • Die Selfie- Kamera arbeitet mit einem 5.03MP GalaxyCore GC5025 Sensor ohne Autofokus mit einer Blende von F/2.8 und auch mit einem LED Flashlight.
  • Ein mit 640MHz getakteter 2GB LPDDR3 Single-Channel-RAM und ein 16GB internen eMMC werden als Speicher genutzt. Dieser kann mit einer 32GB große Speicherkarte noch erweitert werden.
  • Ausgeliefert wird es mit einem Userinterface, basierend auf Android 7.0 Nougat, unterstützt 4G LTE Cat. 4 Netzwerke, Wi-Fi Dual Band 802.11 a/ b / g / n, Bluetooth 4.0, HotKnot und einem Navigationssatelliten Empfänger (GPS).
  • Das GT6000 Plus verfügt über einen Hybridschacht, der entweder für zwei Nano SIMs oder einer Nano SIM und einer für microSD / TF-Karte genutzt werden.
  • Verbaut sind die drei Standard Sensoren (Beschleunigungs-, Licht- und Näherungssensoren)
  • Außerdem sind ein Micro-USB 2.0-Port mit OTG und eine 3,5-mm-Klinkensteker Buchse vorhanden.
  • Als Besonderheit gibt es einen Front Fingerabdruck Sensor.


Das Unboxing

Die Geometrie und das Gewicht

Die Nutzung der Oberfläche durch das aktive Display ist bei dem Gretel GT6000 erstaunlich gut.Geringe Abweichungen (0.6mm) von den Herstellerangaben konnten nur in der Dicke ermittelt werden (77.3 x 154.6 x 11.2 mm).


Das “Screen-to-body ratio” beträgt 70%


Parameter unter kritischem Blick


Der Vergleich

Der Vergleich mit einigen ähnlichen Smartphones bietet sich natürlich an, da nicht nur der dort verwendete Prozessor der gleiche ist, sondern auch dieses der Kategorie „Budget Phone“ zugeordnet werden kann. Bewertet werden das Display bezüglich Leuchtstärke und Schwarzwert, die Menge der funktionsfähigen Codecs, die Performance und der Akku. Natürlich unterliegen solche Messungen auch Schwankungen und bilden lediglich die Basis für einen Vergleich. Man erkennt aber deutlich, dass der Prüfling auffällig bezüglich Display Helligkeit und Standzeit ist. In diesen Werten ist er der Konkurrenz deutlich überlegen

 


Die Verarbeitung

Das Gretel GT6000 hat ein traditionelles Layout ohne Überraschungen. Weder die Rückwand noch der Akku sind entfernbar. Nutzer der Dual SIM Standby Technik müssen bei der Verwendung einer TF Speicherkarte darauf verzichten, denn man findet keinen separaten Schacht für eine externe Speicherkarte. Entweder 2 x Nano SIM oder 1 x Nano und eine TF Speicher Karte sind gleichzeitig nutzbar.
An der Verarbeitungsqualität ist nichts Auffälliges zu beanstanden.
Die Abmessungen und das Gewicht liegen in Anbetracht des großen Akkus für Smartphones der gleichen Größenklasse im Schnitt, allerdings schneidet das Oukitel K6000 Pro aufgrund der Polycarbonat Rückwand doch etwas besser ab (20g). Das ermittelte Gewicht liegt bei 236g. Trotzdem fühlt es sich nicht sperrig oder recht schwer an. Den Rest seht ihr ja im Video.
Kapazitive Touch Tasten sind vorhanden. Der Fingerabdruck Sensor liegt vorn an der Stelle des Home Buttons, welcher auch kapazitiv und nicht als Hardware Taste ausgelegt ist.
Die Rück-Kameras mit dem Dual LED-Blitz sind optimal, also nicht zu nah am Rand positioniert. Der nach unten gerichtete Lautsprecher hat zwei symmetrische Öffnungen im Rahmen.


Das Display

Gemäß Herstellerangaben wird ein voll laminiertes 5.5 Inch IPS Panel von Sharp Display verbaut. Es hat eine HD-Auflösung (720 x 1280 Pixel) und eine 2,5D gebogenes Glas Auflage. Die auf der Basis des AnTuTu Videotest durchgeführten Messungen überraschten mit einem erheblich über dem Durchschnitt liegenden Peak Helligkeitswert von 650 cd/m². Das sorgt dafür, dass in der Praxis auch bei Sonneneinstrahlung die Erkennbarkeit immer noch gut ist. Der Schwarzwert von 3 cd/m² sorgt für genügend Seitenblickstabilität der Farben. Bei diesem HD Display sind im normalen Betrachtungsabstand keine Pixel erkennbar. Es ist gleichmäßig ausgeleuchtet und kein Clouding erkennbar.Pixelfehler konnten keine ermittelt werden. Die automatische Helligkeitssteuerung arbeitet normal. Die HD-Auflösung erklärt sich nicht nur über den Preis, sondern der klare Fokus des Modells ist die Energieeffizienz  Auch eine sehr angenehme Farbtemperatur, die sich allerdings nicht den individuellen Ansprüchen anpassen lässt, überzeugt.
Die Messwerte wurden mit einem Luxmeter bei voller Helligkeit des Displays und den Testbildern des AnTuTu Display Test gemessen. Ein hoher Wert ist besser, nicht aber bei Schwarz. Da wären 0 Lux ideal.
Das Display wird mit 65Hz angesteuert.

Mit den 5 Fingern Touch Screen lässt sich der Touch komfortabel bedienen. Dieses Handy unterstützt keine drahtlose Übertragung des Displays, sprich Miracast.

Messwerte im Video und in der Vergleichstabelle.


Der AnTuTu Videotest

Die Menge der funktionsbereiten Codecs ist nahezu identisch zur Konkurrenz (vergleiche Tabelle) und nicht sonderlich berauschend. Keine Sorge, alle üblichen Videos sind also problemlos abspielbar. Jedoch kann es bei etwa ungewöhnlichen Kodierungen auch schon einmal zu einem Versagen führen.


Die Performance – Speicher – System

Der in mehr als 200 Modellen chinesischer Smartphones genutzte MediaTek MT6737 Chipsatz ist ein 64-Bit-System, der typischerweise für Einstiegsgeräte verwendet wird. Die M-Version des SoC ist die schaumgebremste Version des Prozessors.  Vier Cortex-A53-Kerne mit 1,3 GHz getaktet in Verbindung mit dem Grafikprozessor Mali-T720 MP2 erreichen auch in diesem Modell ein klassentypisches AnTuTu-Ergebnis von knapp 30000 Antutu Punkten. 

In der Budget Klasse sind 2GB LPDDR3 Single- Channel RAM, getaktet mit 640MHz und 16GB eMMC 5.0 Speicher typischer Standard, wenngleich da schon einige Hersteller großzügiger unterwegs sind. Zusätzlich kann zur Speichererweiterung eine microSD- /TF-Karte bis 32GB im Hybridschacht eingesetzt werden. Im Alltagsbetrieb konnten keine Beeinträchtigungen feststellt werden. Der Launcher arbeitet flüssig und die Apps starten genügend schnell.

Von dem 16GB großen eMMC Speicher stehen dem Anwender noch etwa 10.5GB zur Nutzung für Apps und Daten zur Verfügung.

Der Akku

Die oft gestellte Frage “Wie gut oder wie schlecht ist der Akku”?

Zunächst die Fakten: Der Hersteller nutzt einen 6.000mAh Li-Polymer Akku. Unter Nutzung des mitgelieferten Stecker Schnellladegerätes ist nach einer Totalentleerung des Akkus dieser dann in reichlich 3h wieder vollständig geladen.

Wie weit man damit kommt, bestimmen wesentlich die eingestellte Display Helligkeit, die Dauer der aktiven Anzeige und natürlich auch die Nutzung sehr Prozessor intensiver Apps. Das GT6000 verfügt neben der Standardfunktionalität von Nougat über keine spezielle Software-Funktion oder eine Anwendung für die Energieverwaltung.

Die Messwerte eines sehr praxisnahen Akku Tests (WORKBENCH) brachten ein beeindruckendes Ergebnis (vergleiche auch Tabelle). Die Helligkeit des Displays wurde vorher auf 200 Lux justiert.


Die Empfänger

Das Gretel GT6000 ist mit einem Hybrid-Dual-SIM-Schacht der üblichen Art ausgestattet. Der erste Steckplatz für eine Nano-SIM Karte unterstützt 2G GSM (850, 900, 1900, 2100MHz), 3G WCDMA (900/ 2000MHz) und 4G FDD-LTE (800, 900, 1800, 2100, 2600 MHz) während der Sekundärplatz dann nur 2G unterstützt. Die 4G-Up- und Downlink-Geschwindigkeiten sind Cat. 4. Die Anrufqualität ist gut, die Empfindlichkeit ist ausreichend. Das Modell unterstützt 2.4/5GHz Wi-Fi 802.11 a / b / g / n, Wi-Fi Hotspot, Wi-Fi Direct, Cast-Display, Bluetooth 4.0 und HotKnot. Es verfügt über einen Mikro-USB-Port der auch OTG unterstützt. Das Satellitenpositionierungssystem verarbeitet GPS- Signale. Es arbeitet schnell bei der Erkennung von Satellitensignalen. Auch bei guter Sicht konnten beim Tester keine bessere Genauigkeit als 3 Meter erreicht werden.


Sensoren, Akustik, Bedienkomfort

Sensoren

Hier ist leider nur die oft anzutreffende minimalistische Ausstattung vorhanden, jedoch verrichten diese Sensoren ihre Arbeit zufriedenstellend. Kompass oder einen Gyrosensor sucht man vergeblich.

Akustik

Die Musik-App ist Standard Android.

Lautsprecher

Die Lautstärke des hinter dem rechten Lautsprechergitter sitzenden Lautsprecher ist ausreichend, allerdings ist die Tonqualität nicht sonderlich gut. Für guten Musikgenuss sollten hochwertige Kopfhörer oder ein externer Lautsprecher verwendet werden. Deckt man diese Öffnung mit dem Finger ab,  kommt aus der Unterseite des Gerätes immer noch ein Klang.

Sprachqualität

Die Sprachqualität während des Gespräches ist sowohl mit dem Handy am Ohr als auch mit der Freisprechfunktion gut. Ich höre die anderen verständlich und die anderen ebenso mich. Die Klangqualität der Freisprecheinrichtung ist ausreichend und neigt auch bei großer Lautstärke nicht zum „Kratzen“.

Nachrichten/Status-LED

keine vorhanden

Fingerabdruck Scanner

Der in den Home-Button integrierte Fingerabdrucksensor hat eine gute  Erkennungsrate. Ist dieser dann konfiguriert, dient dieser durch einen einfacher Tipp mit dem entsprechenden Finger auch als Rückfunktion.

Software/ Launcher/ UI (User Interface)

Gretel GT6000 läuft fast Stock Android 7.0 Nougat gepaart mit einem Gretel-Design. Der Google Play Store ist vorhanden.


OTA (Firmware update Over The Air) und Sicherheit

Auch dieser Hersteller bietet die Möglichkeit die Firmware Aktualisierung via Internet durchzuführen.

Sicherheit

Eine Prüfung mit Kaspersky war nicht unauffällig. Die MMS Angreifer Lücke ist geschlossen.


Die Kamera(s)

  • Auf der Rückseite des Gerätes gibt es eine Dual Kamera, die mit einem 13-Megapixel Panasonic MN34152 assistiert von einem 0.3MP GalaxyCore  GC0310 Sensor und einem F/2.2 Objektiv arbeitet. Unterstütztwerden kann diese mit einem Dual LED Flashlight. Außerdem wird mit einem Standard-Kontrast Auto Fokus gearbeitet.
  • Die Selfie- Kamera arbeitet mit einem 5.03MP GalaxyCore GC5025 Sensor ohne Autofokus mit einer Blende von F/2.8 und auch mit einem LED Flashlight.

Beurteilt es bitte selbst. (Bilder und Video sind im YouTube Video eingebettet.


Fazit:


Die Zielgruppe für das Gretel GT6000 sind Anwender, die ein preiswertes Smartphone suchen bei dem der Schwerpunkt in der Standzeit des Phones liegt. Laufzeit ist dabei die oberste Priorität. Der kräftige 6000 mAh findet in einem Metallgehäuse mit durchschnittlichen Abmessungen Platz. Eine 1.248GHz Quad-Core-CPU und einem HD-Bildschirm sorgen für diese Ausdauer. Das Display überrascht mit einer Spitzenhelligkeit für ein Smartphone dieser Klasse und die Bilder der Rückkamera können sich sehen lassen. Der Bedienkomfort lässt keine Wünsche offen. Die Botschaft, dass ein Hybridschacht für ein 16GB ROM bei Freunden der Dual SIM Technik der Todesstoß sein kann und dass eine fehlende Message LED dann noch den Gnadenschuss liefert, hat auch diesen Hersteller noch nicht erreicht.  


Was gefällt

✅ Lichtstarkes Display
✅ USB On-The-Go
✅ Hohe Standzeit
✅ Vollwertiges LTE
✅ Flexibler Front Fingerabdrucksensor
✅ gute Dual Kamera
✅ Starker Akku

Was nicht gefällt:

❌ fehlende Message LED
❌ Hybridschacht

Der Hersteller empfiehlt das GT6000 bei nachfolgenden Shops zu kaufen:

Für knapp 120 € Amazon Lieferung aus Deutschland

Der Hersteller ist auch auf Facebook präsent.

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