Doogee Shoot 1 Review – Ein Dual CAM Smartphone im Test – Das Detail

Wissbegierige und Neugierige erfahren beim Weiterblättern technische Details und Eindrücke zum DOOGEE Shot 1

Der chinesische Hersteller Doogee stellte dieses Smartphone für einen Test zur Verfügung.

 

Der Überblick

  • Das DOOGEE Shoot 1 verwendet ein 5,5-Zoll Sharp FHD Display mit einer Auflösung von 1080 x 1920 Pixel.
  • Im Inneren werkelt ein MediaTek MT6737T Chipsatz, der eine 1.5 GHz Quad-Core CPU und eine mit 600 MHz getaktete Dual-Core GPU Mali-T720 MP2 nutzt.
  • Der interner 3300 mAh Li-Ion-Akku ist nicht entfernbar und könnte durch das mitgelieferten Stecker Ladegerät mit 5V / 2A in etwa 3.5h aufgeladen werden.
  • Auf der Rückseite des Gerätes gibt es eine Dual-Kamera, mit einem 13-Megapixel-Samsung S5K3L8 Sensor assistiert durch einen 1.9MP Hynix HI843b Sensor.
  • Mit dieser Kamera wird in einem speziellen Mode versucht, einen unscharfen Hintergrund zu erzeugen, der Bokeh imitiert.
  • Die Selfie- Kamera arbeitet mit einem 5-Megapixel GalaxyCore GC5005 Sensor oder einem 1.9MP GC2365. Beide Sensoren sind denkbar, da in den Kernel eingebunden.
  • Ein 2GB LPDDR3, Single-Channel-RAM mit 733 MHz und 16GB internen Speicher eMMC werden als Speicher genutzt. Letzterer ist erweiterbar.
  • Das Smartphone verfügt über einen frontseitigen Fingerabdruck-Sensor mit erweiterten Funktionen
  • Ausgeliefert wird es mit Android 6.0 Marshmallow, unterstützt 4G LTE Cat. 4 Netzwerke, Wi-Fi 802.11 a/ b / g / n, Bluetooth 4.0, etc.


Das Unboxing

Das DOOGEE Shot 1 wurde in einer bedruckten Box aus Pappe geliefert, die mit dem Hersteller Logo und Modell Namen versehen ist. Auf der Rückseite befinden sich alle wichtigen Infos, einschließlich der erforderlichen CE Hinweise.

Die Geometrie und das Gewicht

Die Nutzung der Oberfläche durch das aktive Display ist bei dem DOOGEE Shot 1 klassentypisch gering. Deutliche Abweichungen von den Herstellerangaben gibt es keine (vergleiche Tabelle Übersicht).


Das “Screen-to-body ratio” beträgt 69.4%


Parameter unter kritischem Blick


Der Vergleich

Der Vergleich mit einigen ähnlichen Smartphones bietet sich natürlich an, da nicht nur der dort verwendete Prozessor der gleiche ist, sondern auch dieses der Kategorie „Budget Phone“ zugeordnet werden kann. Bewertet werden das Display bezüglich Leuchtstärke und Schwarzwert. Die Menge der funktionsfähigen Codecs, die Performance und der Akku. Natürlich unterliegen solche Messungen auch Schwankungen und bilden lediglich die Basis für einen Vergleich. Man erkennt aber deutlich, dass neben des größeren Displays auch Unterschiede in der Leistungsfähigkeit existieren. Den Prüfling taktet Doogee mit der maximalen Frequenz des SoCs. All samt bietet das aber nicht nur Vorteile, denn trotz größerer Akkukapazität geht dem Shoot 1 schnell die Puste aus und es muss an die Steckdose.

*) Maß für die Lichtstärke des Displays Lux


Das Gehäuse – die Verarbeitung

Makroblicke

Der Schacht

Liebhaber der Dual SIM Standby Technik müssen auf die unter Android 6.0 vorhandene flexible Speichererweiterung mittels TF Karte verzichten, denn es existieren nur zwei Plätze, 2 x Mikro SIM  oder 1x Micro SIM und 1 x TF Speicher Karte.


Das Gehäuse

  • Der Lautsprecher strahlt nach unten ab
  • Mit 169g Gewicht hat der 5.5 Zoller doch ein vergleichsweise niedriges Gewicht.
  • Die Kameras, sitzen mittig und sind nicht zu nah am Rand positioniert.
  • Die Rückwand ist nicht abnehmbar.
  • Kopfhörerbuchse sitzt oben links. Die Micro USB Buchse unten mittig.
  • Das Gehäuse besteht aus hartem Polycarbonat und ist so konstruiert, dass das Gefühl eines Unibody-Designs entsteht
  • Das Mikrofon und die Lautsprecheröffnung sitzen an der Unterseite.
  • Der Ein-/Ausschalter sitzt rechts und die Tasten für die Lautstärkereglung links.
  • Die drei Touch Tasten sind nicht hinterleuchtet.
  • In der mittleren Taste sitzt ein Fingersensor.
  • Zwei Mikro SIMs oder eine Mikro SIM und eine TF Speicherkarte können in den gut schließenden Einschub einlegt werden.
  • Das Hersteller Logo und CE Zertifizierung sind permanent auf der Rückwand aufgebracht, nicht jedoch Modellbezeichnung

Das Display

Gemäß Herstellerangaben wurde ein IPS FHD Sharp Display verbaut. Bedeckt wird das Display mit einer 2,5D gebogenen Deckglasschicht. Angaben zur Kratzfestigkeit gibt es keine. Die auf der Basis des AnTuTu Videotest durchgeführten Messungen zeigten auffallend Helligkeitswerte, die auch in der Praxis bei direkter Sonneneinstrahlung die Erkennbarkeit beeinträchtigen. Der niedrige Wert für Schwarz garantiert aber eine geringe Seitenblickempfindlichkeit, sodass die Farben lange Zeit stabil bleiben. Auch bei diesem FHD Display sind im normalen Betrachtungsabstand keine Pixel erkennbar. Allerdings ist es nicht gleichmäßig ausgeleuchtet im Displaytest sieht man an dem unteren Rand ein deutliches „Flashlight“, eine Form des Clouding in der vor allem Ecken betroffen sind. Pixelfehler konnten keine ermittelt werden. Die automatische Helligkeitssteuerung arbeitet korrekt. Der Test in völliger Dunkelheit verläuft perfekt.
Die Messwerte wurden mit einem Luxmeter bei voller Helligkeit des Displays und den Testbildern des AnTuTu Display Test gemessen. Ein hoher Wert ist besser, nicht aber bei Schwarz. Da wären 0 Lux ideal.
Das Display wird mit 50Hz angesteuert.

Mit den 5 Fingern Touch Screen lässt sich der Touch komfortabel bedienen. Dieses Handy unterstützt auch die drahtlose Übertragung des Displays, sprich Miracast.

Clouding:

Messwerte im Video und in der Vergleichstabelle


Der AnTuTu Videotest

Auch hier zunächst einmal zur Erläuterung: Dieser Test versucht 30 verschiedene eingebettete Bild- und Toncodierungen in einem Testvideo zu simulieren und prüft deren Darstellbarkeit. Ein hoher Score Wert ist besser.

Die Menge der funktionsbereiten Codecs ist zwar klassentypisch, aber nicht sonderlich berauschend. Keine Sorge, alle üblichen Videos sind also problemlos abspielbar. Jedoch kann es bei etwa ungewöhnlichen Kodierungen auch schon einmal zu einem Versagen führen.


Die Performance – Speicher – System

Der MediaTek MT6737T Chipsatz ist ein 64-Bit-System Chip, der typischerweise für Einstiegsgeräte verwendet wird. Die T-Version des SoC ist die leistungsstärkste. Das AnTuTu-Ergebnis von 38.891 ist im Vergleich zu dem auf dem MT6737 SoC basierenden Vergleichsmustern eher durchschnittlich.

Das Shoot 1 ist mit 2GB Single-Channel, LPDDR3 RAM, getaktet bei 733MHz ausgestattet. Nutzt man parallel viele Apps, dann kann man schon mal an die Grenze der Leistungsfähigkeit stoßen. Aber für den Alltagsbetrieb reicht es, jedenfalls konnten wir keine Beeinträchtigungen feststellen.

Es wird ein 16GB großer eMMC Speicher verwendet dieser kann durch die TF Speicherkarte erweitert werden. Obwohl der Chipsatz eMMC Typ 5.0 unterstützt lassen sich dazu keine offiziellen Angaben finden.

AnTuTu/ Geekbench 4 / Workperformance

Die Speicheraufteilung und Performance


Der Akku

Die oft gestellte Frage “Wie gut oder wie schlecht ist der Akku”?

Zunächst die Fakten, der Hersteller verwendet einen 3300 mAh Li-Ionen Akku. Der Hersteller verweist auf eine Schnelllade Technik für das Handy Bei getesteten Exemplar aber konnte das nicht nachgewiesen werden. Trotz der Verwendung des mitgelieferten Netzteils und einem ausreichend dimensionierten Kabels flossen während des Aufladens nie mehr als 1.4 A bei 5V. Daran änderte sich auch nichts bei der Verwendung von unterschiedlichen Netzteilen und Kabeln. Daraus resultieren Ladezeiten von knapp 3h. Die Batterie-Management-Tools sind Standard-Android 6.0 Marshmallow Werkzeuge.

Auch stellen wir die Angabe der Akkukapazität in Frage. Selbst nach einer Tiefentladung konnten max. 3.076mAh bei 5V nachgeladen werden.

Wie weit man damit kommt, bestimmen wesentlich die eingestellte Display Helligkeit, die Dauer der aktiven Anzeige und natürlich auch die Nutzung sehr Prozessor intensiv nutzenden Apps. Eine extreme Erwärmung konnte ich weder bei der Nutzung noch beim Aufladen des Gerätes beobachten.

Die Messwerte eines sehr praxisnahen Akku Test (WORKBENCH) brachte diese Ergebnisse (vergleiche auch Tabelle). Die Helligkeit des Displays wurde vorher auf 200 Lux justiert. Hier spürt man das FHD Display und die Taktung des Prozessors an seiner oberen Grenze.


Die Empfänger

2G/3G/4G

Die Empfindlichkeit des Empfangs ist gut. Ein LTE Empfang innerhalb des Gebäudes problemlos möglich.

Frequenzen — komplette Palette (siehe Tabellen Übersicht)

Das WLAN – gute Empfangsleistungen

Erster Stock Beton Decke 5m Entfernung

Auffallend ist die gute Empfindlichkeit des Wi-Fi Empfängers.

Globales Navigationssatellitensystem

OUKITEL nutzt die Fähigkeiten des SoC und erzielt damit auch ein akzeptables Ergebnis. Empfangen werden GPS/AGPS und GLONASS Signale. Die erzielte Genauigkeit ist auch für eine Fußgänger Online Navigation ausreichend.

FM Radio

verfügbar, auch mit Sendername und RDS Infos

BT Empfänger/Sender

Bluetooth 4.0


Sensoren, Fingerprint Id, Akustik, Bedienkomfort

Sensoren

Hier ist eine der Klasse angepasste Ausstattung vorhanden. Diese drei Sensoren aber verrichten ihre Arbeit zufriedenstellend. Natürlich funktioniert damit die mitgelieferte Kompass App.

  • Accelerometer
  • Näherungssensor
  • Umgebungslichtsensor
  • Magnetometer

Akustik

Sprachqualität

Die Sprachqualität während des Gespräches ist gut. Ich höre die anderen gut verständlich und die anderen ebenso mich. Die Klangqualität der Freisprecheinrichtung ist ausreichend und neigt auch bei großer Lautstärke nicht zum „Kratzen“.

Klangqualität Headset Ausgang

sehr gut

Klangqualität Lautsprecher

ausreichende Qualität

Nachrichten/Status-LED

keine Vorhanden

Tasten/ Fingersensor

Der Fingersensor sitzt in der mittleren Hardware Taste frontseitig und arbeitet nicht besonders zuverlässig. Allerdings ist dieser Sensor außer zum Entsperren des Displays noch vielseitig verwendbar. Eine Beleuchtung der Touch Keys erwartet man in diese Budget Klasse nicht und ist auch nicht vorhanden. Auch alle anderen Tasten bedienen sich gut. Da wackelt oder klappert nichts in der Führung.

Software/ Launcher/ UI (User Interface)

Doogee nutzt ein sehr pures Android 6.0 ohne Bloatware und mit einen einfachen Launcher. Die Oberfläche lässt sich ohne Ruckeln flüssig bedienen. Wichtige Apps sind vorinstalliert und mittels Play Store lassen sich auch weitere problemlos installieren. Ein App Drawer ist vorhanden.  Nicht alle Menus sind ins Deutsche übersetzt.

Leicht übersehen kann man einige nützlichen Erweiterungen, die man erst entdeckt, wenn man über die Shortcuts streicht oder quer über die Oberflache des Displays.

Gestensteuerung

vorhanden


OTA (Firmware update Over The Air) und Sicherheit

Auch dieser Hersteller bietet die Möglichkeit die Firmware Aktualisierung via Internet durchzuführen. Noch erhält man automatisch bei einer WLAN Verbindung eine Nachricht über eine anstehende Firmware Aktualisierung. Zum Zeitpunkt der Review überraschte mich auch ein OTA.

 

Sicherheit

Eine Prüfung mit Kaspersky war unauffällig.  Die MMS Angreifer Lücke ist geschlossen.


Die Kamera(s)

Die Hauptkamera arbeitet mit einem 13-Megapixel Samsung S5K3L8 Sensor und einem 5-Linsen-Objektiv. Mit dieser Kombination kann Fotos bis zu einer interpolierten Auflösung von 5376 x 3024 und FHD Videos mit 8.3MP aufnehmen. Die unterstützende zweite hintere Kamera verwendet einen 1.9MP Hynix HI843b Sensor und kann in einem bestimmten Mode einen Blur Effekt erzeugen.

Die Angaben des Herstellers zu Selfie Kamera sind eher mit Vorsicht zu genießen, denn neben einem 5MP GalaxyCore GC5005 ist auch der gerade mal 1.9MP auflösende GC2365 in den Kernel kompiliert.

Die Kamera App kennt neben den üblichen Modi auch einen SLR-Modus. Ist dieser aktiv, sind beide hinteren Kameras aktiv und werden gleichzeitig ausgelöst. Die Software fusioniert beide Aufnahmen, um einen unscharfen Hintergrund zu erzeugen. Das Ergebnis ist schon besser als bei dem Vergleichsmodell OUKITEL U20 Plus ohne jedoch voll zu überzeugend, denn nur ein kreisförmiger zentraler Bereich des Fotos wird fokussiert und der Rest verwischt. Zwar ist bei diesem Modell die Grenze zwischen beiden Bereiche nicht so deutlich zu sehen aber der gewünschte Blur-Effekt immer noch weit von einem “Bokeh” entfernt.

Die anderen Modi (Verschönerung. Panorama, Video und Foto) arbeiten normal. Standard-HDR  ist vorhanden. Einstellen lassen sich Optionen für Foto- und Videogröße, Video-EIS usw. Eine elektronische Bildstabilisierung gibt es nicht.

In der Galerie findet man genügend Bearbeitungsoptionen für bereits aufgenommene Fotos.  Durch den Zugriff auf die exif-Informationen der Dateikann man z.B. Drehen, Zuschneiden, Löschen.

Zwar arbeitet der Fokus gut und schnell, allerdings auch bei diesem Phone können die Bilder der Hauptkamera keinesfalls überzeugen. Verwaschene unscharfe Bilder im Fernbereich sind keine Seltenheit.

Für die Selfie Kamera wird der 5MP (GC5005) verwendet, der allerdings auch interpoliert akzeptable Aufnehmen liefert. Über die Anzahl der verwendeten Linsen schweigt sich der Hersteller aus.

 

Selfie


Fazit:


In der Dual CAM Budget Klasse versucht DOOGEE mit dem Shot 1 einen Pendant zum Oukitel U20 Plus zu platzieren, leider aber mit mäßigen Erfolg. Auch bei diesem Smartphone für preisbewusste Anwender und Einsteiger kann die Kamera trotz der Verwendung von hochwertigeren Sensoren nicht überzeugen. Trotzdem bleibt es im Angesicht des Preises ein solides Gerät mit allen Funktionen, die benötigt werden. Punkten kann es in allen Empfangsbereichen mit guter Empfindlichkeit. Das saubere Betriebssystem und der flexible Front Fingersensor sind weitere Pluspunkte. Trotzt der Verwendung eines Sharp Display, wird die Freude bei unserem getesteten Gerät durch die geringe Helligkeit und das Flashligth Clouding getrübt.


Was gefällt

  • gutes GPS
  • Gesten
  • Dual Band WLAN-Empfang
  • USB On-The-Go
  • gute Signalempfindlichkeiten
  • Compass

Was nicht jeden gefällt

  • Hybridschacht

Was nicht gefällt:

  • keine Message LED
  • geringe Helligkeit des Display
  • Clouding des Displays
  • 80% Treffer des Fingersensors
  • mittelmäßige Hauptkamera

Das DOOGEE Shot 1 kann man im Online Handel für reichlich 100€ + Versand beziehen.

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