Versandarten, zusätzliche Kosten und weitere Stolpersteine

Es gibt zwar eine Vielzahl an unterschiedlichen Versandarten, aber im Grunde genommen nur wenige Kategorien in den man sie einteilen kann.

 

DHL – Der mit Abstand schnellste Weg um seine Bestellungen in Empfang zu nehmen, wenn alles richtig deklariert wurde und auch sonst alles vorschriftsmäßig vom Versender gemacht worden ist. Die Versandzeit beträgt in der Regel zwischen 3-7 Werktagen. Zu Problemen kommt es wenn der Versender die Ware falsch deklariert. Entweder den Preis zu niedrig ansetzt oder gar als Geschenk auszeichnet oder falsche Angaben zum Inhalt macht. Sollte eure Lieferung Auffälligkeiten aufweisen, die das Interesse des Zollbeamten wecken, so werdet ihr in der Regel via E-Mail kontaktiert. Ihr müsst dann zum Inhalt und dessen Preis Stellung nehmen. In der Regel wird nur eine Quittung als Wertnachweis akzeptiert und keine Rechnung.

Anhand dieser Informationen setzt sich dann der zu zahlende Betrag zusammen, den der DHL Bote dann an der Tür direkt von euch kassiert.

Bei einem Smartphone von 200€ kommen noch 19% Einfuhrumsatzsteuer hinzu ( 38€ ) und 14,88€ Kapitalbereitstellungsprovision für DHL, das macht dann einen Endpreis von 252,88€.

 

Wichtiger Hinweis: DHL hat die Gebühren erhöht, damit beträgt die Kapitalbereitstellungsprovision jetzt 14,88€ anstatt 11,90€  ( Stand Oktober 2017 )

 

Die sogenannte “Schneckenpost”  – Darunter fallen einige Anbieter wie PostNL, Chinapost, SG Post und weitere. Hier muss man eine lange Versandzeit von 15-45 Tagen einplanen, gelegentlich sogar noch etwas länger. Shops und Händler nutzen diesen Weg am liebsten, da für sie dort die geringsten Kosten entstehen. Einziger Vorteil dieser Versandmethode für den Käufer besteht darin, das ein größerer Prozentsatz der Lieferungen aus Asien nicht kontrolliert werden und man sich die zusätzlichen Kosten sparen kann. Sollte die Lieferung doch offiziell abgefertigt werden, so bekommt ihr Post von eurem hiesigem Zollamt und werdet aufgefordert die Sendung unter Vorlage der Quittung abzuholen. In diesem Fall habt ihr wohl möglich einen längeren Anfahrtsweg, spart aber die 14,88€ die euch DHL berechnet hätte. Selbstverständlich bietet euch die Deutsche Post auch den Service an diese Sendung zu verzollen, in Vorkasse zu treten und euch die Lieferung nach Hause zu senden. Wer jetzt meint, das DHL teuer sei, der wird erstaunt sein, das die Post rund 26€ für diesen Service in Anspruch nimmt. Man sollte also gut abwegen, ob Zeit und Sprit nicht weit unter diesem Kurs liegen.

 

UPS  – Versanddauer ca. 10 Werktage, ansonsten ähnlich wie DHL nur mit dem Unterschied, das dort ein sogenannter Brokerzuschlag von 18,55€ erhoben wird. Somit ist auch dieser Weg teuer.

 

DPD  – Dort gibt es auch einige Versender wie SF Express, Germany Express, Schweden Post und weitere. Die Sendung geht von Asien, je nach Versender , in andere europäische Länder wie England, Frankreich oder Schweden. Gemeinsam haben alle, das dann im Ankunftsland DPD die Ware übernimmt und den Versand nach euch ausführt. Die Versanddauer beträgt gut 14 Tage. Gebühren sind bei diesem Weg eher selten ( gelegentlich kann es dennoch vorkommen ), so das sich diese Versandart einer immer größeren Beliebtheit erfreut.

 

Fazit: Ihr müsst neben der Versanddauer immer zusätzliche Kosten zu dem Kaufpreis einplanen, dann gibt es kein böses Erwachen.

 

Jetzt zu den Stolpersteinen die auftreten können bei Hin- und im Reperaturfall auch beim Rückversand. Oft liest man von fehlenden Konformitätserklärung. Geschieht das in eurem Fall dann legt die Bundesnetzagentur die Finger auf eure Lieferung. Ihr werdet dann aufgefordert diesen Nachweis zu erbringen. Seid ihr nicht in der Lage so wird die Lieferung in der Regel vernichtet und ihr habt keine Möglichkeit etwas dagegen zu machen.

Solltet ihr einen Reperaturschaden haben und müsst dazu das Gerät nach China senden kommt es oft vor, dass das Paket nicht das Paketzentrum verlässt. Problematisch hier sind die Batterien, da sie als Gefahrgut gelten und in einer normalen Lieferung nicht befördert werden dürfen. Bei einem Smartphone mit Wechselakku ist das Problem schnell gelöst, bei fest verbauten gestalltet sich das ganze schwieriger. Sollte man da keine Lösung finden wird ein Versand nicht möglich sein.

Beide genannten Problem können, müssen aber nicht auftreten. Wir wollten nur auf die Problematik hinweisen.

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